Wer im Gesundheitswesen eingesetzt wird, hat über kurz oder lang mit Notfällen zu tun.
Wenn es buchstäblich um Leben und Tod geht, bleibt nur wenig Gelegenheit abzuwägen. Dann ist schnelles, spontanes und trotzdem routiniertes Handeln gefragt – je schneller, desto effektiver. Notfälle sind nicht immer spektakulär, häufig schleichen sie sich an. Gerade in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen kann es schnell zu lebensbedrohlichen Notfällen kommen.
Selbst routinierte Pflegekräfte mit hoher Qualifikation, langer Erfahrung und perfekter Beherrschung ihres Equipments können vom plötzlichen Kreislaufstillstand eines Patienten überrascht werden. Dann läuft die Zeit schnell ab und jeder Handgriff muss sitzen.
Erfahren Sie mehr über unsere Ausbildungen zum Thema Notfalltraining
Qualität und Qualitätssicherung haben in der ambulanten und stationären Pflege einen hohen Stellenwert bekommen. Aus diesem Grund prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Einhaltung der jährlichen Fortbildungspflicht für Pflegefachkräfte über mindestens vier Fortbildungsstunden – und zwar für das gesamte Pflegepersonal. Die Vorgabe hierzu findet sich in der Ergänzung zum Rahmenvertrag nach § 132 SGB V. Im Rahmen der MDK-Qualitätsprüfung müssen Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen nachweisen, dass Ihre Pflegekräfte regelmäßig in Erster Hilfe geschult werden und verbindliche Regelungen für das Verhalten in Notfällen existieren.
Vor allem Wiederbelebungsmaßnahmen werden als wichtiger Bestandteil einer Fortbildung gefordert. In unserem Notfalltraining erlernen Pflegekräfte die wichtigsten Handgriffe und trainieren das richtige Verhalten im Notfall.
Basic Life Support (BLS) und Advanced Life Support (ALS)
Medizinisches Personal, Aufsichts- und Rettungskräfte müssen wissen, was zu tun ist, wenn es zu einem plötzlichen Herzstillstand kommt. Unser Notfalltraining erfolgt durch zertifizierte Instruktoren der AHA (American Heart Association). Alle unsere Dozenten sind darüber hinaus in CRM (Crew Resource Management) geschult.
Während der Ausbildung trainieren unsere Dozenten also nicht nur, wie die Überlebenschancen der Betroffenen erhöht werden, sondern auch reibungslose Team-Kommunikation unter Einsatzkräften.
In Kleingruppen von maximal 8 Teilnehmern pro Instruktor wenden die Teilnehmenden das erlernte theoretische Wissen an und verinnerlichen es in praktischen Übungen, um verschiedene Fallszenarien und lebensrettende Fähigkeiten gruppendynamisch zu trainieren:
Im Rahmen des BLS (Basic Life Support) üben Teilnehmende realitätsnah an Fallbeispielen die Reanimation. Dabei berücksichtigen wir die Patientenklientel und ortstypische Gegebenheiten. Dies erhöht den Ausbildungserfolg entscheidend.
Der ALS (Advanced Life Support)-Kurs baut auf dem BLS-Kurs auf und behandelt zusätzlich die medikamentöse Behandlung Betroffener. Er richtet sich daher an medizinisches Fachpersonal, das leitend oder mitwirkend in inner- und außerklinischen Notfallsituationen eingesetzt wird: Ärzte, Krankenpflegepersonal, medizinische Fachangestellte, Sanitäts- oder Rettungsassistenzkräfte.
Defibrillatoren-Trainings
Defibrillatoren-Trainings
Der richtige Umgang mit AED (automatischen bzw. automatisierten externen Defibrillatoren) gehört zu den wichtigsten Kompetenzen bei der Rettung von Patienten vor einem plötzlichen Herzstillstand. Im Kranken- und Pflegedienst ist die Wahrscheinlichkeit mit einer solchen Situation konfrontiert zu werden, besonders hoch, denn die Ursache ist in der Regel eine bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die koronare Herzkrankheit betrifft häufig Erwachsene und das Risiko steigt mit dem Alter und der Komorbidität – vor allem bei Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes.
In einem Defibrillatoren-Training werden medizinische Fachkräfte auf die Symptome sensibilisiert und erwerben das praktische Wissen für den Umgang mit den Geräten. Dabei setzen wir in alltagstypischen, realistischen Szenarien AED-Simulatoren ein und trainieren die Teilnehmenden auf schnelle, wirksame Handlungsabläufe. Wir berücksichtigen dabei die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, etwa den Zugriff auf Defibrillatoren und die Bauart des Geräts. Mit dieser Kompetenz sind die Pflegekräfte in der Lage, innerhalb kürzester Zeit Leben zu retten und vermeidbare Todesfälle zu vermeiden.